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Die Triebwagen der Baureihen 614,
624, 634 und 719 der DB
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Vor Jahren wurden sie Geschmäht und verspottet, die Triebwagen der Baureihen 614, 624
und 634. Das war damals auf die Tatsache zurückzuführen, daß es im Sinne des
Eisenbahnfans wesentlich ältere und begehrtere Fahrzeuge gab, die leider nur allzu oft
durch diese "neumodischen" Triebwagen aus ihren angestammten Leistungen
vertrieben wurden.
Die Zeit läßt jedoch viele Dinge in einem anderen Licht erscheinen und plötzlich werden
auch die häßlichen Entlein hübsch. So ist es nicht weiter verwunderlich, daß die
Triebwagen der Baureihen 614, 624 und 634 in zunehmendem Maße für die Eisenbahnfans
interessant werden, sind sie doch mit ihren gut 30 bis 40 Betriebsjahren momentan die
ältesten, noch in Betrieb befindlichen Dieseltriebwagen bei der DB.
Ende der fünfziger Jahre war die Bestandssituation an Dieseltriebwagen der mittleren
Leistungsklasse bei der Deutschen Bundesbahn sehr schlecht. Die überwiegende Anzahl an
Hauptbahntriebwagen war veraltet und unzuverlässig, da es sich bei ihnen überwiegend
um Fahrzeuge aus der Vorkriegszeit handelte, von denen es überdies pro Baureihe meist
nur we- nige Fahrzeuge gab, was immense Probleme bei der Instandhaltung nach sich
zog.
Zwar gab es darüberhinaus noch eine große Anzahl an Schienenbussen, diese waren aber für
den Nebenbahneinsatz konzipiert und verfügten für den Einsatz auf Hauptbahnen nicht über
die entsprechenden Platzkapazitäten, sowie die nötige Höchstgeschwindigkeit.
Auch eine Ausweitung der erfolgreich eingeführten Wendezüge, die mit Lokomotiven der
Baureihe V100 bespannt wurden, kam nicht in Betracht, da die V100 mit den damaligen
Wendezügen nur eine Höchstgeschwindigkeit von etwas mehr als 100km/h zu erreichen
vermochte. Für Schnellere Züge hätte man auf Lokomotiven der Baureihen V160 oder gar
V200 ausweichen müssen, was sich aber erst ab Zuggewichten von 200t rentiert
hätte.
Daher beschloß die DB 1959 den Waggonfabriken Uerdingen und MAN den Auftrag zu erteilen
einen modernen Triebwagenzug mittlerer Leistung zu entwickeln. Dieser sollte zweiteilig,
mit zwei identischen Motorwagen und einem zur Zugverstärkung schnell und einfach
beizustellenden Mittelwagen, ausgeführt werden. Zur Gewichtsersparnis wurde
Stahl-Leicht- bauweise für die Fahrzeuge gefordert. Die Höchstgeschwindigkeit wurde
zunächst auf 120km/h festgelegt.
Bereits zwei Jahre später erfolgte die Auslieferung der ersten Prototypzüge durch die
beiden Firmen. Dabei handelte es sich um je zwei Triebzüge sowohl von der Waggonfabrik
MAN in Nürnberg sowie der Waggonfabrik Uerdingen
Wenn sie auch nach den gleichen Grundprinzipien konstruiert waren, wiesen sie doch
erhebliche Unterschiede im Detail auf. Das augenfälligste Unterscheidungsmerkmal betraf
die Wagenkästen. Während die Fahrzeuge von MAN zwar schon die später charakteristische
Kopfform auffwiesen, so war die Aufteilung der Einstiege in etwa so wie bei den
Nahverkehrsreisezugwagen, mit zwei Mitteleinstiegen und sogar noch einem zusätzlichen
Endeinstieg.
Die Fahrzeuge der Waggonfabrik Uerdingen hatten hingegen schon den später zur Serie
gewordenen zentralen Mitteleinstieg, waren dafür aber mit einer wesentlich rundlicheren
Kopfform sowie teilweise unter den Wagenkasten reichenden Seitenwandschürzen
ausgerüstet.
VT23.5 der Deutschen
Bundesbahn.
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Diese ersten Fahrzeuge durchliefen nach ihrer Indienststellung eine intensive
Erprobungsphase, in deren Verlauf eine Konstruktion festgelegt wurde, die die besten
Eigenschaften der Triebwagen der beiden Firmen in sich vereinigen und als Basis für die
Serienfahrzeuge der Baureie VT24.6 dienen sollte. Auf die Bestellung der
Serienfahrzeuge, die insgesamt 40 Triebwagenzüge, also 80 Triebwagen, 40 Mittelwagen
sowie noch mindestens weitere 16 zusätzliche Mittelwagen für Verstärkungszwecke umfaßte,
erfolgte die Ablieferung dieser Fahrzeuge im Zeitraum von 1964 bis 1966.
Das die Triebzüge nun serienmäßig als dreiteilige Triebwagenverbände, bestehend aus zwei
Triebwagen und einem Mit- telwagen (VT+VM+VT) geordert wurden, war auf die Tatsache
zurückzuführen, daß zwischenzeitlich nicht mehr nur der 350PS leistende
Daimler-Benz-Dieselmotor sondern auch der 450PS MAN-Dieselmotor verfügbar war. Deshalb
konnten darüberhinaus sogar noch zusätzliche Mittelwagen zur Verstärkung der
Triebwageneinheiten auf zwei Triebwagen und zwei Mittelwagen (VT+VM+VM+VT) bestellt
wurden.
Im Zusammenhang mit der Umstellung der alphanumerischen Baureihenbezeichnungen auf die
rein numerischen Computernummern bei der DB im Jahre 1968 wurden auch diese Triebwagen
umgezeichnet und erhielten nun, als Verbrennungs- triebwagen, eine Baureihenbezeichnung
in der 600er Nummerngruppe, während die Mittelwagen in die 900er Nummerngruppe, für
Steuer- und Beiwagen zu Brennkrafttriebzügen, eingereiht wurden. Die Prototyptriebwagen
der Baureihe VT23.5 erhielten dabei die Nummern 624 505 bis 624 508, die Prototypen der
Baureihe VT24.5 die Nummern 624 501 bis 624 504 und die Serientriebwagen der Baureihe
VT24.6 die Nummern 624 601 bis 624 680. Die Mittelwagen wurden auf mehrere
Ordnungsnumerngruppen der Baureihe 924 verteilt.
Im Jahr 1969 erfolgte die Erprobung einer neuartigen Ausrüstung auf zunächst einem
Triebzug der Baureihe 624.6, dem zehn weitere Einheiten folgen sollten. Dabei handelte
es sich um eine gleisbogenabhängige Wagenkastensteuerrung, die ein schnelleres
Durchfahren von Kurven gestatten sollte, ohne daß die größten
Seitenbeschleunigungskräfte, die auf die Fahrgäste wirken, überschritten wurden. Die
derart umgebauten Fahrzeuge wurden zur Unterscheidung von den Standardtriebwagen als
neue Baureihe 634 geführt, behielten aber ihre alten Ordnungsnummern bei.
Da aber auch diese 48 Triebwagengarnituren bei weitem noch nicht den Bedarf abdecken
konnten, erfolgte ab 1971 die Auslieferung der ersten beiden, aus den Triebwagen der
Baureihe 624 und 634 weiterentwickelten Prototyptriebwagenzüge der Baureihe 614. Diese
zwar optisch zu ihren Vorgängern sehr unterschiedlichen Fahrzeuge, wiesen ansonsten sehr
weitreichende Gemeinsamkeiten, vorallem mit den Triebwagen der Baureihe 634 auf, was den
Wagenbaulichen Teil sowie die Antriebs- und Steuereinrichtungen anbelangt.
Im äußeren Erscheinungsbild unterscheiden sich die Fahrzeuge jedoch sehr stark.
Insbesondere die Stirnfront, die dank des Wegfalls der Stirnwandübergangstür völlig neu
gestaltet werden konnte und nun nicht mehr genau senktrecht ausgeführt wurde sowie zudem
über nur noch zwei statt der sonst drei vorhandenen Fenster verfügt, zeigt auf den
ersten Blick, daß es sich bei diesen Fahrzeugen um eine neue Konstruktion handelt. Aber
auch die Seitenwände, die ab der Fenster- brüstung bis zum Dach, zur Fahrzeugmitte hin
geneigt verlaufen, stellen ein ausgeprägtes Unterscheidungsmerkmal zu den
Vorgängerbaureihen dar.
Ab 1973 wurden dann zunächst 25 weitere Züge durch die Waggonfabrik Uerdingen
abgeliefert, denen dann ab 1975 nochmal 15 weitere Triebwagenzüge, die nun durch die
Firma MAN hergestellt wurden, folgten. Bis 1977 waren dann alle 42 Triebzüge durch die
Deutsche Bundesbahn indienstgestellt.
Die Vorserienfahrzeuge der Baureihen VT/VM23.5, geleifert durch die Waggonfabrik MAN,
und VT/VM24.5, geliefert durch die Waggonfabrik Uerdingen, unterscheiden sich, jede
Variante für sich genommen, so stark von den Triebwagen der späteren Serie VT24, daß sie
durch die Deutsche Bundesbahn anfangs sogar als zwei unterschiedliche Baureihen geführt
wurden. Deshalb sollen sie hier auch separat von den Serientriebwagen betrachtet
werden.
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Als Zug E3543 hat am 24.05.85
der Triebwagen 624 503, einer der Vorserienfahrzeuge
der Waggonfabrik Uerdingen, so- eben den Hauptbahnhof
von Braunschweig erreicht.
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Die ersten beiden Züge beider Baureihen konnten bereits Ende des Jahres 1960 in Nürnberg
aus Anlaß der 125-Jahrfeier der Eisenbahn in Deutschland der Öffentlichkeit präsentiert
werden und dieses, obwohl die Triebzüge erst im Laufe des Jahres 1959 bei der Industrie
bestellt worden waren. Damit konnten, wie auch schon zur 100-Jahrfeier 1935, zusammen
mit den ebenfalls präsentierten Fernschnelltriebwagen der Baureihe VT11.5 wieder die
modernsten Dieseltriebwagen der Deutschen Bundesbahn ausgestellt werden.
Mehr über die Vorserientriebzüge
der Baureihe 624.5...
Die letzten Fahrgäste
haben
ge- rade den, im Braunschweiger Hauptbahnhof angekommenen
Triebwagen 624 640 verlassen und drängen dem Ausgang
ent- gegen.
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Mehr über die Serientriebzüge der Baureihe
624...
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Am 26.05.1985 überquerten
634
631 und 624 625 die Weser- brücke als Zug E3542 bei
Höx- ter. Im Hintergrund ist das Ein- fahrsignal von
Höxter Bahnhof zu erkennen. Dieser Bahnhof liegt jedoch
weit ab der Stadt Höxter, in unmittelbarer Nähe von
Schloß und Kloster Corvey. Hier hielten aber auch damals
schon keine Reisezüge mehr, da in Stadtnähe der Haltepunkt
Höxter Rathaus eingerichtet wur- de, um eine stadtnähere
Verbin- dung sicherzustellen.
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Mehr über die Triebzüge der Baureihe
634...
Als Zug E3572 war der
Triebwa-
genzug 614 081 + 914 041 + 614 082 am 25.05.1985, kurz
vor dem Sommerfahrplanwech- sel, bei der Blockstelle
Klingen- hagen in Richtung Seesen un- terwegs.
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Mehr über die Triebzüge der Baureihe
614...
Im Anschluß an die Auslieferung der Triebzüge der Baureihe 614 / 914 wurde noch ein
weiterer Triebzug, der im Wesentlichen den den Wagen der Baureihe 614 / 914 gleicht, in
einer Sonderausrüstung als Ultraschall-Schienenprüfzug an die Deutsche Bundesbahn
ausgeliefert.
Dieser Triebzug ist in der Lage bei einer konstanten Geschwindigkeit von 60km/h eine
Ultraschallmessung der befahren- en Gleise durchzuführen. Dabei wird die Materialgüte
der Schienen überprüft und es können selbst feine Risse frühzeitig erkannt werden, noch
bevor daraus Schienenbrüche entstehen.
Bei Überführungsfahrten kann der Triebzug eine Höchstgeschwindigkeit von 140km/h
erreichen. Im Gegensatz zu den Triebzügen der Baureihe 614 / 914 ist er allerdings nicht
mit gleisbogenabhängiger Wagenkastensteuerrung ausgestattet.
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Der Schienenprüfzug, der
auf Basis eines Triebzuges der Baureihe 614 entstand,
übernachtete vom 09.05.1985 zum 10.05.1985 im ehemaligen
Güterbahnhof der Braunschwei- gischen Landeseisenbahn
in Fallersleben.
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Das Prüfdrehgestell unter
dem Mittelwagen 720 001 mit den Ultraschall-Sensoren.
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Während in den Motorwagen Aufenthalts- und Übernachtungsräume
für das Meßpersonal untergebracht sind, befinden sich alle Meßgeräte
im Mittelwagen, der auch über die notwendigen Arbeitsplätze
verfügt. Unterhalb des Mittelwagens befindet sich ein Laufgestell, das
die gesamte Sensorik trägt.
7.1 Funktionsprinzip
Die Gleisbogenabhängige Wagenkastensteuerrung ist keine Erfindung der Neuzeit, wie man
vielleicht annehmen könnte, vielmehr wurde mit dieser Technik schon ende der sechziger
Jahre experimentiert. Der Grundgedanke dabei ist, durch gezieltes Kippen des
Wagenkastens zur Kurveninnenseite, die Fliehkräfte zu kompensieren, die beim Durchfahren
von Kurven auftreten. Durch das Kippen des Wagenkastens verlaufen die
Gewichtskraftlinien von Körpern die auf dem Wagenboden aufstehen nicht mehr senkrecht
sondern schräg. Eine Zerlegung dieser Gewichtskräfte in eine horizontale und eine
vertikale Komponente ergibt, daß bei einer Neigung des Wagenkastens zur Kurveninnenseite
sich eine Kraftkomponente in genau der selben Richtung ergibt. Diese Kraftkomponente ist
der Fliehkraft gerade entgegengesetzt und muß von dieser subtrahiert werden. Dadurch
wirkt die Fliehkraft auf den Körper um den Betrag der horizontalen Kraftkomponente der
Gewichtskraft geringer, was auch subjektiv als geringere Fliehkraft durch die Passagiere
wahrgenommen wird (siehe Abbildung 1).
Das Neigen des Wagenkastens funktioniert übrigens analog zu den, schon seit
Jahrhunderten bei Eisenbahnen eingebauten Kurvenüberhöhungen, die ebenfalls dem Zweck
dienen sollen die durch die Fliehkräfte entstehenden Querkräfte auf die Passagiere zu
reduzieren. Im Gegensatz zu den Kurvenüberhöhungen, die die ins Gleis eingeleiteten
Querkräfte reduzieren, bleiben die Querkräfte die vom Fahrzeug ins Gleis eingeleitet
werden gleich, ja sie erhöhen sich in der praxis sogar noch, da die Gleisbogenabhängige
Wagenkastensteuerrung ja ein schnelleres Durchfahren bei gleichem Fahrkomfort gestattet,
was natürlich zu größeren Fliehkräften führt.
Kurvenüberhöhungen können unter Rücksichtnahme auf die maximale Seitenbeschleunigung auf
die Reisenden bei, in der Kurve stillstehendem Zug, allerdings auch nur bis zu einer
maximalen Überhöhung von 150mm ausgeführt werden, da dann die Seitenbeschleunigung
bereits einen Wert von ca. 1m/s? erreicht.
Die Gleisbogenabhängige Wagenkastensteuerrung macht nun nichts anderes, als daß sie die
bei der Kurvenfahrt auftretenden Fliehkräfte erfaßt und abhängig davon den Wagenkasten
mehr oder weniger stark zur Kurveninnenseite hin neigt. Dabei ist es aber sehr wichtig,
daß beim Durchfahren von Weichen, wo es kurzzeitig zu recht starken
Seitenbeschleunigungen kommt, die Meßtechnisch von den Fliehkräften bei einer normalen
Kurvenfahrt kaum zu unterscheiden sind, sich der Wagenkasten nicht aufschaukelt. Dieses
kann nämlich bei normalen Systemen, die sich beispielsweise eines Pendels zur Messung
der Seitenbeschleunigung bedienen, sehr leicht vorkommen, was dann zu sehr heftigen
Reaktionen des Wagenkastens führen würde.
Empfindlichere Sensoren und entscheidend verbesserte Regelungssysteme haben in den
Letzten Jahren dazu geführt, daß die aktive Gleisbogenabhängige Wagenkastensteuerrung
nun auch mit Erfolg im täglichen Zugbetrieb eingesetzt werden kann und Fehlneigungen
aufgrund falscher Auswertungen der Sensorsignale nahezu ausgeschlossen sind.
7.2 Realisierung bei den Baureihen 634 und 614
Bei den Fahrzeugen der Baureihen 634 und 614 wurde die Neigetechnik in der Form
realisiert, daß anstelle der Stahlfede rung in der Sekundärfederung Luftfedern verwendet
wurden. Durch wechselweise Druckerhöhung bzw Druckverminderung in den Luftfedern, konnte
auf diese Weise der Wagenkasten gegenüber den Drehgestellen gekippt werden. Dieses ist
schematisch in Abbildung 1 dargestellt. Die Druckänderung geschieht dabei über
Rotationspumpen, von denen jeweils ei- ne an jedem Drehgestell von einer Achse über
ein Winkelgetriebe und eine Gelengwelle mit Schiebestück angetrieben wird. Die
Platzierung ist dabei ähnilch wie die der Achsgeneratoren der früheren
Reisezugwagen.
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Stahlfederung als
Sekundärfederung
bei den Fahrzeu- gen der Baureihe 624.
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Luftfederung als
Sekundäfederung
bei den Fahrzeu- gen der Baureihe 634 verbesserte die
Federung und ermöglichte auf einfache Weise eine Realisierung
der Neigeeinrich- tung.
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Jeder Wagen des Triebzuges verfügt dazu über einen Sensorik zum erkennen der Bogenfahrt
sowie über ein Steuergerät, daß das Umpumpen der Luft steuert sowie die beiden bereits
erwähnten Rotationsluftpumpen.
Die Sensorik besteht dabei aus einem Kreisel-Pendel-Element, dessen Kreisel die
Kurvenkäfte und erkennt dadurch beim Einfahren, Befahren und Ausfahren der Kurven die
Luftpumpe aktiviert, während das Pendel dem Abschalten der Luftpumpe bei unterschreiten
einer gewissen Minimal-Seitenbeschleunigung dient. Damit ist sichergestellt, daß sich
der Wagenkasten bei einer langen Kurve mit geringer Krümmung nicht zu weit zur
Kurveninnenseite hin neigt.
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Abbildung 1: Funktionsprinzip
der Gleisbogenabhängigen Wagenkastensteuerrung bei der
BR 634 der DB.
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Wie man in Abbildung 1 erkennen kann, überschreitet die Umgrenzungslinie des geneigten
Wagenkastens jedoch die des nicht genegten Wagenkastens, wodurch das Lichtraumprofil
verletzt würde. Um diese zu verhindern, kann der Wagenkasten der Fahrzeuge der Baureihe
634, die über senkrechte Außenwände verfügen, lediglich um einen Winkel von 2°52'
gekippt werden, wodurch sich eine Erhöhung der Kurvengeschwindigkeit von ca. 10%
realisieren läßt, ohne den durch die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung vorgegebenen
Maximalwert der auf den Reisenden einwirkenden Seitenbeschleunigung von 0,85m/s? zu
überschreiten.
Bei den Fahrzeugen der Baureihe 614, die ja von vornherein als Fahrzeuge mit
Gleisbogenabhängiger Wagenkastensteuerung ausgelegt wurden, wurden die Außenwände ab der
Fensterunterkante bis zur Dachkante hin auf jeder Seite um 85mm eingezogen, wodurch ein
maximaler Neigungswinkel von 4°27' realisierbar wurde.
Mit diesem maximalen Neigungswinkel ergibt sich ein ca. 20% höhere
Durchfahrungsgeschwindigkeit der Kurven, ohne die vorgeschriebene Seitenbeschleunigung
zu überschreiten.
Quellen:
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