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Österreich-Reisen in den 80er Jahren

Während ich zwar bereits als Kind zusammen mit meinen Eltern regelmäßig im Auto nach Österreich in den Winterurlaub gefahren war, bedurfte es erst einer Fahrt in den Skiurlaub nach Ischgl - in den Osterferien des Jahres 1983 - die ich zusammen mit meiner Mutter im Zug unternahm, um unter anderem in Landeck (Tirol) die ersten, für mich sehr interessanten, da bis dato weitestgehend unbekannten Fahrzeuge der ÖBB kennen zu lernen.
Damit war mein Interesse am Bahnbetrieb der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) sofort geweckt, da ich dort nicht nur für mich bis dato weitgehend unbekannte Fahrzeuge kennenlernen konnte, sondern ich auch etliche offensichtliche Altbaufahrzeuge antreffen konnte, die bei der Deutschen Bundesbahn (DB) zum damaligen Zeitpunkt sicherlich schon längst ausgemustert gewesen wären.

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Sehr zum Leidwesen des Fotografen, hatte am 14.06.1987 eine unerkannt gebliebene 1020 einen Nutzvorspann durch 111 100-4 erhalten, um ihren Regionlazug von Innsbruck hinauf auf den Brenner zu befördern.
Der Zug, bestehend aus einer Garnitur Schlierenwagen, hatte gerade am sehr versteckt gelegenen Haltepunkt Unterberg-Stefansbrücke gehalten und setzt sich soeben wieder in Bewegung, um in wenigen Minuten seinen nächsten Halt, dem Haltepunkt Patsch zu erreichen. Vorher muß er jedoch noch den Unterbergtunnel, den Patschertunnel sowie den Schürfestunnel durchfahren.

Nachdem die DB in den Jahren 1984 und 1985 nahezu alle Altbaufahrzeuge - sowohl die Vorkriegsbauarten als auch die frühen Nachkriegsbauarten - aufs Abstellgleis geschickt hatte, verlagerten sich meine fotografischen Interessen, den Eisenbahnbetrieb betreffend, recht schnell auf andere Bahngesellschaften, die noch einen Bahnbetrieb nach "Altväter Sitte" abwickelten.
Die Monotonie bei den damals seitens der DB noch eingesetzten Fahrzeugen, den Einheits-Elektroloks aus den 1950er Jahren, die ja auch rein optisch im Grunde kaum eine Abwechslung boten, sowie auch der Betrieb, der mit diesen Loks abgewickelt wurde, entsprach zum damaligen Zeitpunkt in keiner Weise mehr dem, was ich von einem klassischen Eisenbahnbetrieb erwartete, was letztlich für mich der Grund für diese Interessenverlagerung war.

Aufgeschreckt durch Meldungen in der einschlägigen Eisenbahn-Fachliteratur, daß noch zu Beginn des Jahres 1987 auch in Österreich etliche Altfahrzeuge der ÖBB abgestellt werden sollten, entschloß ich mich möglichst frühzeitig noch im selben Jahr der ÖBB im Allgemeinen und den von der ÖBB noch immer eingesetzten Altbaufahrzeugen im Besonderen, einen Besuch abzustatten.
Die geplante Abstellung der Altbaufahrzeuge der ÖBB sollte nämlich damals beispielsweise auch die besonders reizvolle Reihe 1018 - das Pendant zur bundesdeutschen Baureihe 118 - ebenso betreffen, wie die alten österreichischen Baureihen 1045, 1145, 1245, 1080 und 1180, die damals ebenfalls immer noch im regulären Zugbetrieb anzutreffen waren.
Ein weiteres Argument, möglichst bald eine Reise zur ÖBB nach Österreich anzutreten, war allerdings auch, daß damals die großen Strecken-Stillegungen bei der ÖBB noch nicht stattgefunden hatten und man daher den Bahnbetrieb der ÖBB noch in seiner Ursprünglichkeit würde erleben können.

Streckenübersichtskarte zum Kursbuch der ÖBB - Winterfahrplan 1986/87.

Die Vorlage zu diesem Bild ist urheberrechtlich geschützt durch die ÖBB © 1986.

Selbst auf scheinbar unbedeutenden Strecken wurde seinerzeit meist noch immer ein reger und abwechslungsreicher Betrieb durch die ÖBB abgewickelt. Hinzu kam, daß auch die Strecken von überregionaler Bedeutung teils noch wie zu Kaisers Zeiten eingleisig betrieben wurden und sich diese Strecken aufgrund der noch nicht durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen sehr harmonisch in die herrliche alpenländische Landschaft einfügten.
Insbesondere aber auch die Tatsache, daß mit der Reihe 1018 - dem Pendant zur bundesdeutschen Baureihe 118 - und der Reihe 1020 - dem Pendant zur bundesdeutschen Baureihe 194 - bei der ÖBB noch Altbau-Elektroloks verkehrten, die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg durch die Österreichische Bundesbahn beschafft worden waren bzw. die in der Zeit bis zum Kriegsende durch die Deutsche Reichsbahn beschafft und in Österreich stationiert worden waren und nach dem Krieg dort verbliebenen waren und von deren Schwesternloks ich die Einsätze bei der DB nicht mehr im gewünschten Umfang selbst hatte erleben können, bestärkten mich in meinem Entschluß, nach Österreich zu reisen.
Dieser Entschluß, eine derartige Österreich-Reise nicht auf die lange Bank zu schieben wurde für mich zusätzlich noch durch die Tatsache untermauert, daß meine damalige Einberufung zur Bundeswehr anstand, ein Umstand der erwarten ließ, daß ich für die kommenden 15 Monate so schnell keine weitere Möglichkeit haben würde, unserem benachbarten Alpenstaat einen längeren Besuch abzustatten, weshalb ich beschloß, noch im selben Frühjahr eine Österreich-Reise anzutreten.

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Eine Seite einer typischen Kursbuchtabelle zur Kursbuchstrecke 3 der ÖBB ist im oberen Bild abgebildet.
Verzeichnet sind alle Züge des Personenverkehrs, die damals zu der entsprechenden Tageszeit zwischen Kufstein und dem Brenner verkehrten.
Das nebenstehende Bild zeigt das amtliche Kursbuch der ÖBB zum Jahresfahrplan 1987/88, daß dem Verfasser bei einer seiner Österreich-Reisen hervorragende Dienste geleistet hat.

Die Vorlagen für beide Bilder sind urheberrechtlich geschützt durch die ÖBB © 1987.

Leider mußte ich allerdings recht schnell feststellen, daß die Vorbereitung einer derartigen Reise gar nicht so leicht sein würde, da mir jegliche Kenntnis darüber fehlte, wo die schönsten Gegenden waren, wo man ansprechende Fotos würde aufnehmen können, aber auch, auf welchen Strecken und zu welchen Zeiten die ersehnten Loks überhaupt unterwegs sein würden.
Zur damaligen Zeit, als es nicht nur kein öffentliches Internet gab, wie es heutztage allgegenwärtig ist, sondern auch keine Social-Media-Communitys, über die man heutzutage auf kurzem Weg an Informationen über Triebfahrzeugeinsätze bei den Eisenbahnen gelangen kann, war man daher meist vollständig auf die meist spärlichen und etwas verspätet publizierten Informationen aus der einschlägigen Eisenbahn-Fachliteratur, sowie die auf amtlichen Kursbücher der jeweiligen Bahnverwaltungen angewiesen, um im Voraus planen zu können, wann man möglicherweise welche interessante Zugleistung an welchem attraktiven Ort am besten würde fotografieren können.
Leider war aber selbst die Beschaffung eines Kursbuchs bei der DB schon schwierig, da die Kursbücher immer nur wenige Wochen vor und nach einem Fahrplanwechsel überhaupt käuflich zu erwerben waren. Der Versuch, ein Kursbuch einer ausländischen Bahngesellschaft, wie von der ÖBB, in Deutschland zu erwerben, galt mir als völlig aussichtslos.
So blieb mir zur Vorbereitung meiner Österreich-Reise nur das Studium der erwähnten, einschlägigen Eisenbahn-Fachliteratur sowie der Kauf eines kompletten Satzes der Shell-Generalkarten von Österreich, um wenigsten zu wissen, wie man mit dem Auto dort hin kommen könnte, wo die ersehnten Fahrzeuge eingesetzt sein sollten.

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Am späten Nachmittag des 06.04.1987 ist 1041.002-5 im Bahnhof Schärding, an der Passauer Bahn zwischen Wels und Passau gelegen, eifrig mit dem Bahnhofsverschub beschäftigt. Dabei hat sie auch einen der damals noch häufig anzutreffenden Trockeneis-Kühlwagen der Firma inter-frigo am Haken, der möglicherweise die Versorgung des südlichen Innviertels mit frischem Nordsee-Fisch sicherstellen sollte.

Neben den Altbaufahrzeugen, die damals durch die ÖBB noch eingesetzt wurden, waren für mich aber auch die neueren Lokbaureihen der ÖBB durchaus sowohl in technischer Hinsicht, als auch fotografisch von Interesse und versprachen einen abwechslungsreichen Bahnbetrieb, so daß man selbst bei einer längerer Verweildauer an einer einzigen Fotostelle recht schnell sehr viele abwechslungsreiche Bilder würde aufnehmen können.
Ein weiteres Bonbon stellten natürlich auch die damals schon üblichen Durchläufe von DB-Loks bis weit hinein nach Österreich dar, mit deren Hilfe insbesondere auch die Transitzüge, die aus Deutschland kommend über den Brenner nach Italien verkehrten, entscheidend beschleunigt werden konnten, da auf ein weiteres Umspannen der Lokomotiven an der deutsch-österreichischen Grenze verzichtet werden konnte, so daß lediglich der aufgrund des abweichenden, italienischen Stromsystems ohnehin notwendige Lokwechsel am Brenner übrig blieb.
Auf diese Weise konnten dadurch auch DB-Loks einmal in völlig anderer Umgebung beim Befahren der Brenner-Nordrampe erlebt werden.
Umgekehrt gab es vergleichbare Lokdurchläufe natürlich auch von Loks der ÖBB bis nach Deutschland.
Darüber hinaus sind aber auch noch die damals ebenso schon üblichen, sogenannten Korridorverkehre zu erwähnen, bei denen österreichische Binnenverkehrszüge ohne Verkehrshalt über deutsche bzw. italienische Strecken im Transit verkehrten.
Dieses Verfahren wurde damals eingeführt, da aufgrund der besonderen topographischen Gegebenheiten in Österreich die Verbindung wichtiger Zentren teils nur durch die Inkaufnahme beträchtlicher Umwege, auf vielfach nur mit langsamen Geschwindigkeiten zu befahrenden und dadurch leistungsschwachen Strecken realisiert werden konnte.
Der bekannteste Korridorverkehr war damals wohl zweifellos die Verbindung zwischen Innsbruck und Salzburg, die ab Wörgl den kurzen und relativ flach trassierten Weg über Kufstein, Rosenheim und Freilassing nach Salzburg nimmt, anstelle den wesentlich weiteren und mit erheblichen Steigungsstrecken versehenen Weg über Schwarzach-St.Veit und Bischofshofen zu nehmen.
Darüber hinaus soll aber auch der Korridorverkehr zwischen Innsbruck und Lienz erwähnt werden, der auf italienischem Staatsgebiet über den Brenner und San Candido/Innichen verkehrte.

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Auf der Rudolfsbahn befördert die 1042 504-9 ihren Güterzug bei Rottenmann, unterhalb der Burg Strechau, die im Hintergrund majestätisch auf der Bergspitze des Burgberges trohn, am 12.06.1987 in Richtung Leoben.

Da mich die bei der ÖBB in Österreich vorgefundene betriebliche Vielfalt so sehr fasziniert hatte, entschloß ich mich, noch im selben Jahr eine Wiederholung dieser Reise zu unternehmen.

Hiermit möchte ich Sie daher nunmehr einladen, mich gedanklich auf meinen Reisen durch Österreich in den 1980er Jahren zu begleiten und den damaligen Bahnbetrieb der ÖBB in Wort und Bild auf sich wirken zu lassen.

Für eine vergrößerte Darstellung der Aufnahmen sowie vertiefende Informationen zu den jeweiligen Bildern, bitte das jeweilige Bild anklicken!
1145.04 am 26.03.1983 vor der Remise der Zfst. Landeck (Tirol). 1045.014-6 am 06.04.1987 beim Bahnhofsverschub in Neumarkt-Kallham. 6581.058-2 und 5081.022-5 am 07.04.1987 mit R 3335 in Neumarkt-Kallham. 1018.007-3 am 07.04.1987 mit D 520 bei Neumarkt-Kallham.
1089.02 am 07.04.1987 im Freigelände der ÖBB HW Linz. 1043.010-6 am 07.04.1987 in der Lackierhalle der ÖBB HW Linz. 1018.008-1 am 07.04.1987 in Attnang-Puchheim. 1042.561-9 am 08.04.1987 mit R 3632 auf der Innbrücke bei Passau.
ET 22 104 + EB 22 208 der Linzer Lokalbahn am 08.04.1987 in Waizenkirchen. ET 22 103 der Linzer Lokalbahn am 08.04.1987 in Waizenkirchen. 1046.019-4 am 08.04.1987 mit E 875 in Krems an der Donau. 2045.009-4 am 08.04.1987 mit R 6215 in Krems an der Donau.
2143.036-8 am 08.04.1987 mit R6127 bei Dürnstein. 5146.202-6 + 6546.222-8 am 08.04.1987 mit R6106 in Hirschenau-Nöchling. 1080.015-9 am 08.04.1987 bei Verschubarbeiten in Attnang-Puchheim. 5081.054-8 am 11.06.1987 mit R 3478 in Schärding.
1141.011-5 am 11.06.1987 mit R 3022 bei Leonding.

1080.012-6 am 11.06.1987 beim Bahnhofsverschub in Attnang-Puchheim.

1018.002-4 am 12.06.1987 mit E 806 bei Spital am Phyrn.

4010.015-8 am 12.06.1987 mit EX 117 bei Rottenmann.

1245.002-9 am 12.06.1987 mit G 79552 bei Rottenmann. 1245.002-9 am 12.06.1987 mit G 79552 in Rottenmann. 1245.522-6 am 12.06.1987 mit R 4406 in Selzthal. 1067.003-2 am 12.06.1987 in Selzthal.
1141.026-3 + 1018.004-0 am 12.06.1987 mit E 703 in Stainach-Irdning. 1080.002-7 am 12.06.1987 als Bahnhofsverschublok in Stainach-Irdning. 1161.017-7 am 12.06.1987 als Bahnhofsverschublok in Bischofshofen. 1245.511-9 + 1245.535-8 am 12.06.1987 mit G 77036 in Hochfilzen.
4010.014-1 am 12.06.1987 mit EX 111 in Hochfilzen. 1020.009-5 + 1010.006-3 am 12.06.1987 in Hochfilzen. 1010.006-3 am 12.06.1987 bei Pfaffenschwendt. 1245.535-8 am 12.06.1987 mit G 77036 bei Pfaffenschwendt.
601 004-5 am 13.06.1987 am Leidegg-Tunnel. 1020.009-5 + 1010.016-2 am 13.06.1987 bei Bk Leidegg. 111 220-0 + 1044.024-6 am 13.06.1987 mit D 1217 bei Stafflach. 1020.008-7 + 1110.023-7 + 1044 + 151 + 1044 am 13.06.1987 als Lokzug bei Stafflach.
6030.311-2 am 14.06.1987 mit R 5219 bei Unterberg-Stefansbrücke. 2043.043-5 am 14.06.1987 mit R 4609 bei Mühlbachl. 1020.008-7 am 14.06.1987 mit R 5224 bei Mühlbachl. 1161.004-5 am 15.06.1987 beim Bahnhofsverschub in Innsbruck Hbf.
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Letzte Aktualisierung 09.2026 © by Ingo Foege ■ Impressum

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Streckenübersichtskarte zum Kursbuch der ÖBB - Winterfahrplan 1986/87.

Die Vorlage zu diesem Bild ist urheberrechtlich geschützt durch die ÖBB © 1986.

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Auszug aus der Kurbuchtabelle der Kursbuchstrecke 3 des amtlichen Kursbuchs der ÖBB des Jahresfahrplans 1987/88 (© ÖBB 1987), mit den Zugleistungen im Personenverkehr auf der Strecke Kufstein - Wörgl - Innsbruck - Brenner, daß dem Verfasser bei einer seiner Österreich-Reisen hervorragende Dienste geleistet hat.
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Leichter Schneefall hatte gerade eingesetzt, als die Lok 1145.04, noch in alter tannengrüner Farbgebung, am 26.03.1983 vor der Remise der Zfst. Landeck (Tirol) während des Wartens auf ihren nächsten Einsatz abgelichtet werden konnte.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme wurden die verbliebenen Loks der Reihe 1145 nur noch im Bahnhofsverschubdienst sowie vor leichten Verschubgüterzügen eingesetzt. Für den Einsatz auf dem östlich von Salzburg zur Elektrifizierung anstehenden Teil der Westbahn nach Wien beschaffte die BBÖ in den Jahren 1929 bis 1931 insgesamt 15 Loks der Reihe 1170.1 (spätere ÖBB Reihe 1145) als leistungsstärkere Weiterentwicklung der sehr erfolgreichen BBÖ Reihe 1170.
Diese Reihe unterscheidet sich jedoch im mechanischen Teil von ihrer Vorgängerreihe, da die Zug- und Druckkräfte hier ausschließlich über die Drehgestelle, die untereinander direkt gekoppelt waren, übertragen wurden.
Aufgrund des Fortfalls von Gewichtsbeschränkungen, die bei der Konstruktion der Reihe 1170 wegen des damals noch vorherrschenden schwachen Oberbaues gegolten hatten, konnte die Loks der Reihe 1170.1 weniger gedrungen ausgeführt werden.
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Im Zuge der Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts bei der Österreichischen Staatsbahn geplanten Elektrifizierungsvorhaben mußten neue, leichte, leistungsfähige und kurvengängige Elektrolokomotiven beschafft werden. Aus diesen Vorgaben entstand die vierzehn Loks umfassende Reihe 1170, die spätere Reihe 1045 der ÖBB.
Diese Lokomotiven waren richtungweisend für ihre Zeit, da sie trotz ihrer niedrigen Höchstgeschwindigkeit von lediglich 60km/h als Drehgestellokomotiven mit Einzelachs-Sécheron- Federantrieb ausgebildet wurden.
Die Drehgestelle sind bei dieser Reihe untereinander durch einen massiven Brückenrahmen verbunden, der auch die Zug- und Druckkräfte auf die angehängten Fahrzeuge überträgt. Diese Fahrwerkskonstruktion wird im Prinzip noch heute so angewendet, da sie den während der Fahrt auftretenden Bewegungen der Drehgestelle den geringsten Widerstand entgegensetzt und daher die Laufgüte der Lokomotive maßgeblich positiv beeinflußt.

Hier sehen wir die letztgebaute und damals bereits 58-jährige 1045.014-6, die am 06.04.1987 im Bahnhof von Neumarkt-Kallham mit Verschubarbeiten beschäftigt ist.
Interessant an diesem Bild ist hier insbesondere der für Verschubzüge in Österreich typische, meist zweiachsige ehemalige Personenwagen, der als Güterzugbegleitwagen zur Unterbringung des Zugpersonals diente.
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Mitte der 1950er Jahre entwickelte die Firma Simmering-Graz-Paucker (SGP) in Graz eine österreichische Variante zum deutschen Schienenbus, da man auch in Österreich erkannt hatte, daß sich kleine Nebenstrecken auf die Dauer mit lokbespannten Zügen nicht wirtschaftlich betreiben lassen.
Zu einer Bestellung dieser Triebwagen durch die ÖBB kam es jedoch, selbst nach ausgiebigen Tests dieser Fahrzeuge nicht. Vielmehr wurden gut zehn Jahre später durch die Waggonfabrik Uerdingen drei, von der ursprünglichen Bauart 798 für die DB abweichende Schienenbusse samt Beiwagen bestellt. Auf diese Vorausfahrzeuge folgten noch weitere 28 Schienenbusgarnituren, die durch die österreichische Industrie in Lizenz gefertigt wurden.

Einen Triebwagenzug dieser Nachbauserien, bestehend aus dem Steuerwagen 6581.058-2 und dem dahinter befindlichen Motorwagen 5081.022-5, sehen wir hier am frühen Morgen des 07.04.1987 im Bahnhof von Neumarkt-Kallham. Er steht als R 3335 zur Abfahrt in Richtung Ried im Innkreis bereit.
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Für die zur Elektrifizierung anstehende Westbahnstrecke von Wien nach Salzburg benötigte man in Österreich gegen Ende der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts schnellfahrende Elektroloks. Da jedoch der "Anschluß" Österreichs an das Deutsche Reich zu dem damaligen Zeitpunkt bereits erfolgt war, war an eine eigenständige Entwicklung dieser Loks in Österreich nicht mehr zu denken. Es wurde schließlich nur eine leistungsmäßig verstärkte Variante der DR-Baureihe E 18 bestellt, die als E 18.2 bezeichnet wurde.
Diese Loks, sowie einige weitere ehemals deutsche E 18, die während des zweiten Weltkrieges leihweise auf dem Streckenabschnitt Salzburg - Attnang-Puchheim zum Einsatz kamen, verblieben nach dem Krieg in Österreich und wurden als Reihe 1018 in den Bestand der ÖBB übernommen.

Am Morgen des 07.04.1987 herrschte dichter Nebel als sich die vorletzte der original österreichischen E 18, die 1018.007-3 mit ihrem D 520 bei Neumarkt-Kallham in die Kurve legt.
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Im Zuge der Elektrifizierung der Strecke über den Arlberg benötigte die BBÖ zu Beginn der 1920er Jahre eine leistungsfähige und gleichzeitig eine gute Kurvengängigkeit aufweisende Elektrolok-Reihe.
Diese wurde durch die Lokomotivfabrik Floridsdorf für den mechanischen Teil und BBC/Wien für den elektrischen Teil in Anlehnung an die Ce 6/8 II der SBB geschaffen. Obwohl die Loks im schweren Dienst über die Bergstrecken voll befriedigten, wurden sie doch alsbald auf den weniger steigungsreichen Talstrecken durch moderne Elok ersetzt, da sie mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von nur 65km/h hier nicht befriedigen konnten. Bis Ende der 1970er Jahre waren alle Loks kassiert.

Nachdem sie das Ende ihrer aktiven Dienstzeit erreicht hatte, konnte 1089.02 ihrer Verschrottung entgehen. In reichlich desolatem Zustand war sie am 07.04.1987 im Freigelände der ÖBB HW Linz abgestellt und diente als Ersatzteilspender.
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Anders als in Deutschland, waren die einzelnen Dienststellen der ÖBB in den 1980er Jahren Besuchern gegenüber wesentlich aufgeschlossener. Obwohl völlig unangemeldet, fragte ich am Dienstag Morgen, den 07.04.1987 beim Pförtner nach, ob eine Besichtigung der Hauptwerkstätte in Linz möglich sei. Nach einem kurzen Telefonat hatte der Pförtner einen Kollegen herbeigerufen, der mich zunächst zum Betriebsleiter brachte. Nachdem ich dort die Gründe für mein Interesse vorgebracht hatte, wurde für mich ein freundlicher Ingenieur als Führer ausersehen, mit dem ich die Hauptwerkstätte erkunden durfte.
Mein Dank gilt auch heute noch allen Beteiligten, die auf völlig unkomplizierte Art und Weise extra für diese Führung ermöglicht hatten.

Im Bereich der Lackierhalle der ÖBB HW Linz steht am Morgen des 07.04.1987 die in Hauptuntersuchung befindliche und gerade erst frisch in Valousek-Farben lackierte 1043.010-6. Die Lok scheint schon weitestgehend komplettiert auf ihre Auslieferung zu warten.
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In den letzten Jahren ihres Plandienstes wurden die Loks der ÖBB-Reihe 1018 von Linz aus noch in einem weiten Umkreis vor Personenzügen eingesetzt. So befuhren sie die Westbahn bis nach Attnang-Puchheim und von dort über die Salzkammergutbahn weiter bis nach Stainach-Irdning, über Wels bis nach Passau aber auch über die Pyhrnbahn nach Selzthal.

Auf dem obigen Bild sehen wir 1018.008-1 am 07.04.1987 in Attnang-Puchheim beim rangieren an ihren nächsten Personenzug, mit dem sie die Fahrt über die Salzkammergutbahn antreten sollte.
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Die ursprünglich 257 Loks der Reihe 1042 der ÖBB bildeten das Rückgrat des schweren Zugbetriebes in Österreich ab der Mitte der 1960er Jahre, nachdem die Beschaffung einer großen Anzahl von neuen und leistungsfähigen Elektroloks notwendig geworden war um die Lokbedarfe auf den neu elektrifizierten Strecken in Österreich decken zu können.

Gerade erst deutsches Territorium erreicht hat die Lok 1042.561-9 am 08.04.1987 als sie mit dem Zug R 3632 soeben die Innbrücke bei Passau überquert hat.
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Die Linzer Lokalbahn, heute eine Überlandstraßenbahn die mit modernen Stadtbahnwagen betrieben wird und die Stadt Linz mit den Orten Neumarkt-Kallham und Peuerbach verbindet, setzte in den 1980er Jahren neben den gebraucht aus dem Köln-Bonner Raum übernommenen Straßenbahnwagen noch alte Lokalbahn-Elektrotriebwagen samt ihren ebenso museal anmutenden Beiwagen im regulären Dienst ein.

Am 08.04.1987 sehen wir den ET 22 104 beim Stürzen neben seinem Beiwagen EB 22 208 im Bahnhof von Waizenkirchen. In Waizenkirchen treffen sich die beiden durch die Firma Stern & Hafferl betriebenen Strecken der ursprünglich eigenständigen Lokalbahnen Neumarkt - Waizenkirchen - Peuerbach und Linz - Eferding - Waizenkirchen, die heute zusammen das Netz der Linzer Lokalbahn bilden.
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Neben einem umfangreichen Personenverkehr wickelte die Linzer Lokalbahn in den 1980er Jahren auch einen mehr oder weniger umfangreichen Güterverkehr mit Hilfe ihrer Elektrotriebwagen ab.

Hier sehen wir am 08.04.1987 den ET 22 103 mit einem zweiachsigen, gedeckten Güterwagen an der Laderampe des Güterbodens in Waizenkirchen.
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Ursprünglich als Gepäcktriebwagen zur Traktion von leichten Reisezügen ohne separaten Gepäckwagen konzipiert und daher auch als Reihe 4061 bezeichnet, wurden die Anfang der 1980er Jahre zu Loks der Reihe 1046 umgenummerten Fahrzeuge schon lange Zeit nicht mehr für den Transport von Gepäck eingesetzt. Lediglich die Schiebetür in der Mitte des Lokkastens erinnerte noch an ihre ursprüngliche Zusatzaufgabe.

Im Bahnhof von Krems an der Donau steht am 08.04.1987 die erst kurz vorher zur Lok umgezeichnete 1046.019-4 mit ihrem Eilzug E 875, gebildet aus mehreren modernisierten, jaffafarbigen, ehemaligen Eilzugwagen abfahrbereit.
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Die urigen dieselelektrischen Lokomotiven der Reihe 2045, von denen zwanzig Stück Anfang der 1950er Jahre an die ÖBB abgeliefert wurden, waren Ende der 80er Jahre von Krems an der Donau aus noch im täglichen Einsatz vor Regional- und Nahgüterzügen anzutreffen.

Mit ihrem Regionalzug R 6215 steht 2045.009-4 am 08.04.1987 in Krems an der Donau zur Abfahrt bereit. Dabei sind die angehängten Personenwagen mindestens ebenso urig wie die Lokomotive selbst.
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Eine heutzutage vom Aussterben bedrohte Lokbaureihe und eine Eisenbahnstrecke ohne planmäßigen Reiseverkehr, so stellt sich die Situation im obigen Bild heute dar. Ende der 1980er Jahre herrschte hingegen noch reger Betrieb auf dieser landschaftlich äußerst reizvollen Strecke.

Leider herrschte nicht das beste Wetter am Morgen des 08.04.1987 und die Vegetation befand sich offensichtlich auch noch im Winterschlaf, als sich 2143.036-8 mit ihrem Regionalzug R 6127 nach Krems an der Donau auf der Donauuferbahn dem klein Ort Dürnstein nähert.
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Zur Abwicklung eines rationelleren Eisenbahnbetriebes als er mit (Dampf-) Lokbespannten Zügen möglich war, beschafften die ÖBB gegen Ende der 1950er Jahre die 100km/h schnellen und 540 PS starken dieselhydraulischen Triebwagen der Reihe 5146. Sie sollten speziell auf nicht elektrifizierten Eisenbahnstrecken zum Einsatz kommen, die ein Fahrgastpotential boten, daß größer war als es mit Schienenbussen bewältigt werden konnte.

In Hirschenau-Nöchling an der Donauuferbahn hält heute kein Zug mehr und erst recht wird heute niemand mehr seine Milchkannen mit dem Zug zur nächsten Molkerei transportieren lassen. Das war am 08.04.1987 noch völlig anders, als der Regionalzug R 6106, gebildet aus 5146.202-6 + 6546.222-8 soeben den Haltepunkt Hirschenau-Nöchling zur weiterfahrt nach St. Valentin verließ.
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Für die Bewältigung des schweren Güterverkehrs über die Arlbergstrecke beschafften die BBÖ in den Jahren 1924 und 1925 insgesamt zwanzig Loks der Reihe 1080. Sie stellten eine interessante Mischbauform dar, denn obwohl die Konstrukteure der Meinung waren eine fünfachsige Lok aus Gründen der Haftreibung zu benötigen, konnten nur die mittleren drei Achsen mit jeweils einem Tatzlagerantrieb, also eigentlich einem Einzelachsantrieb, ausgestattet werden. Die beiden äußeren Achsen wurden deshalb über Stangen angetrieben die jedoch gleichzeitig auch alle drei Treibachsen kuppelten.
Aufgrund dieses Stangenantriebes belief sich die Höchstgeschwindigkeit dieser Lokomotiven allerdings auf beschauliche 50km/h.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Loks jedoch fast ausschließlich nur noch Bahnhofs- oder Fahrverschub eingesetzt.

Im Verschubbahnhof von Attnang-Puchheim macht sich die schon deutlich in die Jahre gekommene 1080.015-9 am 08.04.1987 beim Verschub von Güterwagen nützlich.
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Den "Retter der Nebenbahnen" gab es auch in einer österreichischen Variante. Hier steht eine dreiteilige Garnitur mit dem Motorwagen 5081.054-8 voran am 11.06.1987 abfahrbereit in Schärding. Er wird demnächst als Regionalzug R 3478 noch bis Gopperding auf der Hauptstrecke Passau - Wels fahren und erst dort diese in Richtung Ried im Innkreis verlassen.
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Ende der 1980er Jahre gehörten die Loks der österreichischen Reihe 1141 auf der Westbahn noch zum täglichen Bild, waren jedoch nur noch in untergeordneten Diensten anzutreffen.
Die zu Beginn der 1950er Jahre zur Deckung der dringendsten Bedarfe im Zuge der fortschreitenden Elektrifizierung in einer Stückzahl von lediglich neunundzwanzig beschafften Maschinen waren zuletzt noch ausgehend von der Zugförderungsleitung Attnang-Puchheim eingesetzt.

Auf dem Weg in Richtung Wels hat 1141.011-5 am 11.06.1987 mit ihrem Regionalzug R 3022 gerade die letzten Ausläufer von Linz hinter sich gelassen, als sie beim Passieren des kleinen Ortes Leonding vom Fotografen erwartet wurde.
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Speziell im Bahnhofsverschub des Verschubbahnhofs von Attnang-Puchheim waren die Oldtimer der ÖBB-Reihe 1080 ende der 1980er Jahre noch häufig anzutreffen, da sie aufgrund ihrer fünf angetriebenen Achsen auch bei moderater Achslast noch über eine anständige Anfahrzugkraft verfügten.

Eine Verschubpause legte 1080.012-6 am Abend des 11.06.1987 in Attnang-Puchheim ein. Auch hier wieder mit von der Partie, der obligatorische Verschub-Begleitwagen.
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Zwar waren die Loks der österreichischen Reihe 1018 gegen Ende der 1980er Jahre bereits weitestgehend aus dem hochwertigen Reisezugverkehr verdrängt, jedoch blieben ihnen nach wie vor interessante Leistungen im überregionalen Eilzugdienst erhalten.

Nördlich von Spital am Pyhrn befindet sich 1018.002-4 am 12.06.1987 mit ihrem lediglich aus drei Wagen gebildeten Eilzug E 806 auf der Phyrnbahn auf dem Weg von Selzthal nach Linz. Im Hintergrund erhebt sich der Gipfel des 1992 Meter hohen Bosruck.
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Für den nationalen sowie den internationalen Schnellverkehr, hier insbesondere zur Beförderung des Transalpin, beschafften die ÖBB ab 1965 über einen Zeitraum von dreizehn Jahren insgesamt 29 Triebwagengarnituren der 150 km/h schnellen Reihe 4010.

Im Zuge der Rudolfsbahn befährt 4010.015-8 am 12.06.1987 mit dem Express EX 117 die Schoberpaßstrecke bei Rottenmann in Richtung Osten. Im Hintergrund trohnt erhaben die Burg Strechau auf einem Ausläufer des 1724 Meter hohen Blosen, einem Teil der Rottenmanner Tauern, über dem Tal.
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Fahrverschub in seiner minimalsten Form und dabei noch völlig untypisch für österreichische Verhältnisse, ganz ohne Begleitwagen für das Zug- und Rangierpersonal, so präsentierte sich 1245.002-9 am 12.06.1987 mit G 79552 bei Rottenmann.
Im Hintergrund ist wieder Burg Strechau zu erkennen, während im Vordergrund der bahnparallele Kleingarten gepflegt wird.
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Im Privatgleisanschluß eines holzverarbeitenden Betriebes bei Rottenmann fand die 1245.002-9 aus dem vorangegangen Bild am 12.06.1987 dann doch noch einige Wagenladungen mit Holzbrettern vor, um wenigstens einen halbwegs repräsentativen Fahrverschub G 79552 zu bilden.
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Die seinerzeit bereits gut 50 Jahre alte 1245.522-6 stand noch voll im Einsatz und hatte am 12.06.1987 sogar die Aufgabe, mit R 4406 einen Personenzug nach Leoben zu befördern. Hier sehen wir die Lok abfahrbereit vor ihrem Zug im Bahnhof Selzthal.
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Die Lokbaureihe 1067 der ÖBB stellt aus heutiger, technischer Sicht ein absolutes Unikum dar, handelt es sich bei dieser Lokbaureihe doch um eine elektrohydraulisch angetriebene Lokomotive!
Üblicherweise wurden hydraulische Antriebslösungen für Loks mit Verbrennungsmotoren gewählt, um insbesondere während des Anfahrvorganges die niedrige Drehzahl der Räder an die Mindestdrehzahl des Motors anpassen zu können. Das man bei den Loks der Reihe 1067 nun jedoch einen Elektromotor mit einem hydraulischen Wandler gekoppelt hat, ergibt auf den ersten Blick daher gar keinen Sinn, da Elektromotoren durchaus in der Lage sind, sogar aus dem Stillstand heraus. erhebliches Drehmoment zu entfalten, um damit beispielsweise einen Zug zu ziehen.
Zu Zeiten, als Elektroloks noch ausschließlich durch Einphasen-Wechselstrommotoren angetrieben wurden, kam es jedoch gerade bei Lokomotiven die im Verschubdienst am Ablaufberg auf Verschiebebahnhöfen eingesetzt waren, oftmals zu Schäden an den Komutatoren der Motoren, weil sich die Schleifkohlen aufgrund der hohen Motorströme am Komutator festbrannten. Dieses Problem - so hoffte man - mit einem hydraulischen Wandler zwischen dem Elektromotor und den Achsen umgehen zu können, eine Hoffnung, die sich jedoch leider nicht bewahrheitete, weshalb die fünf Loks Reihe 1067 der ÖBB bis zu ihrer Kassierung im Jahr 1994 störanfällige Einzelgänger blieben.
Hier sehen wir 1067.003-2 am 12.06.1987 im Verschubeinsatz von Reisezugwagen im Bahnhof Selzthal.
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Über die Salzkammergutbahn erreichten die damals auch schon fünfzig Jahre alten Loks der Reihe 1018 von Attnang-Puchheim aus auch noch den Bahnhof von Stainach-Irdning.
Am 12.06.1987 war die 1018.004-0 dafür vorgesehen, den Eilzug E 703 von Stainach-Irdning nach Attnang-Puchheim zu befördern. Sehr zur Enttäuschung des Fotografen hatte man sich jedoch entschlossen, dem Zug mit der Lok 1141.026-3 einen Nutzvorspann zu spendieren, weshalb die altehrwürdige 1018.004-0 vor diesem Zug leider nicht in dem ihr eigentlich zustehenden Maße glänzen konnte.
Der Lokführer hat seine 1141.026-3 gerade vor die 1018.004-0 gekuppelt und bereitet nun die Bremsprobe vor, um den Zug danach dann bald am Bahnsteig bereitstellen zu können.
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Die Zugförderungsstelle Selzthal hatte neben modernen Lokomotiven auch etliche Einzelgänger und Veteranen im Unterhalt, so auch einige Loks der Reihe 1080 der ÖBB.
Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß die Lok 1080.002-7 am 12.06.1987 als stationäre Bahnhofsverschublok in Stainach-Irdning anzutreffen war, da selbst eine Lok der Reihe 1080 mit ihrer nicht gerade herausragenden Höchstgeschwindigkeit von lediglich 50km/h die knapp 20km lange Strecke zwischen Selzthal und Stainach-Irdning in einer Fahrzeit von gut 25 Minnuten zurücklegen konnte, was man durchaus noch als halbwegs akzeptabel bezeichen konnte.
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Die Einsatzstelle Bischofshofen der Zugförderungsleitung Salzburg beheimatete unter anderem auch einige Exemplare der seinerzeit bereits sechzig Jahre alten elektrischen Verschublok der Reihe 1161.
Für den Verschub von Güterwagen oder zum Bilden von Personenzügen war die Lok 1161.017-7 am 12.06.1987 als Bahnhofsverschublok im Bahnhof Bischofshofen noch immer unentbehrlich. Daher hatte sie wohl auch nur eine kurze Verschnaufpause eingelegt, als ich sie auf einem Stupfgleis am Personenbahnhof abgestellt, aber aufgebüglet stehen sah.
Den recht solide wirkenden Gleisabschluß aus massivem Beton dürfte übrigens so leidht kein Fahrzeug überwinden, daß nichtrechtzeitig zum Halten kommt.
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Das Magnesitwerk in Hochfilzen sorgte immer für reichlich Fracht, die mit Güterzügen abzufahren war, da der Grundstoff Magnesit unter anderem zur Herstellung feuerfester Ziegel vielfach benötigt wird.
Die Güterzüge, mit denen das Magnesit abgefahren wurde, erreichten eine erstaunliche Länge und ein sehr hohes Gewicht, weshalb sie auf den steigungsreichen Abschnitten der Giselabahn regelmäßig in Doppeltraktion, nicht selten sogar noch mit einer weiteren Lok in Zugmitte, befördert werden mußten.
Am 12.06.1987 hatten die beiden Loks 1245.511-9 und 1245.535-8 die Ehre einen Fahrverschubzug, den G 77036, in Richtung Wörgl über die Giselabahn zu transportieren.
Da jede dieser beiden Loks nur jeweils eine Dauerleistung von 1700kW entwickeln konnte, mußte zur Überwindung der bis zu 27 Promille steilen Strecke, von Selzthal hinauf nach Hochfilzen eine zweite Lok der selben Reihe eingesetzt werden.
Hier sehen wir, wie das Lok und Zugpersonal, nachdem der Zug Hochfilzen erreicht hatte, zunächst einmal beratschlagt, in welcher Reihenfolge nun die Vorspannlok 1245.511-9 vom Fahrverschubzug zu trennen ist und wie die leeren zweiachsigen Selbstentladewagen, die an der Spitze des Zugverbandes mitlaufen und die zur Beladung im Magnesitwerk in Hochfilzen bestimmt sind, hier nun gleich vom Zug abgesetzt werden sollen.
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Mit den damals vielfach noch nicht einmal zwanzig Jahre alten Expreß-Triebwagenzüge der Reihe 4010 der ÖBB wurden österreichweit viele wichtige und hochwertige, langlaufende Verbindungen im Personenfernverkehr gebildet. So wurden diese schmucken Triebwagen nicht nur auf der Verbindung Innsbruck - Wien - über die Korridorstrecke Kufstein - Rosenheim - Salzburg - eingesetzt, sondern auch auf der Verbindung Innsbruck - Graz, über die Giselabahn bis Bischofshofen, die Ennstalbahn bis Selzthal, die Rudolfsbahn bis Leoben und dann weiter über die Südbahnstrecken über Bruck an der Mur.
Auf letzterer Verbindung passiert der Triebwagen 4010.014-1 am 12.06.1987 mit seinem Expreßzug EX 111 den Bahnhof von Hochfilzen ohne Halt auf seinem Weg nach Graz.
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Auch die durchlaufenden Güterzüge, die aus der Steyermark, im Süden Österreichs kommend, ihre Fracht nach Westen, oder grenzüberschreitend nach Deutschland zu transportieren sollten, benötigten auf der steigungsreichen Giselabahn zur Unterstützung häufig eine Vorspannlok.
Am 12.06.1987 durchfährt ein solcher Güterzug den Bahnhof von Hochfilzen, geführt von Lok 1010.006-3, die durch die Vorspannlok 1020.009-5 tatkräftig unterstützt wird.
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Der selbe Güterzug wie auf der vorherigen Aufnahme begenete mir am 12.06.1987 wenig später bei Pfaffenschwendt, allerdings war die Vorspannlok 1020.009-5 zwischenzeitlich in Hochfilzen, mit 970m über dem Meeresspiegel dem höchsten Punkt der Giselabahn vom Zug gegangen, so daß die 1010.006-3 von nun an ihren Zug auf der Talfahrt in Richtung Wörgl allein befördern mußte.
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Auch der Fahrverschubzug G 77036, den wir bereits in Hochfilzen gesehen hatten, hatte in der Zwischenzeit seine Verschubgeschäfte erledigt und hatte seine Fahrt nach Wörgl fortgesetzt, als er dem Fotografen am 12.06.1987 bei Pfaffenschwendt wieder begegnete, nunmehr auf der Talfahrt nur noch geführt durch die Lok 1245.535-8.
Im Hintergrund ist das 2.634m hohe Birnhorn selbst im Juni immer noch durch einige Schneefelder bedeckt.
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Nachdem der Einsatz der ehemaligen TEE-Dieseltriebzüge der Baureihe 601 bei der DB im Jahr 1979 endete, wobei diese Triebwagen zuletzt noch im IC-Dienst eingesetzt waren, dieser Einsatz der nur die erste Wagenklasse aufweisenden Züge jedoch mit der Einführung der zweiten Wagenklasse im IC-Verkehr nicht mehr möglich war, wurden diese Triebwagen fortan bis zu ihrer Ausmusterung im Jahr 1988 nur noch im Reisebüro-Sonderzugverkehr unter dem Markennamen "Alpen-See-Express" eingesetzt.
Auf der Rückfahrt von Zell am See konnte ich am 13.06.1987 den 601 004-5 als Schlußwagen seiner Garnitur auf der Giselabahn bei der Einfahrt in den Leidegg-Tunnel fotografieren. Ab dem Fahrtrichtungswechsel in Wörgl, bei dem der Triebwagen mit dem Zug von Innsbruck vereinigt wurde, sollte die Doppelgarnitur dann ihre Reise über München und Augsburg, wo die beiden Triebwagengarniturenwieder wieder voneinander getrennt wurden, nach Dortmund bzw. Hamburg fortsetzen.
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Nicht bei allen Güterzügen, die jeweils auf der steigungsstrecke der Giselabahn, mit Vorspannlok gefahren werden mußten, wurde die Vorspannlok nach Erreichen des Scheitelpunktes der Strecke wieder vom Zug getrennt. Vielmehr liefen besonders schwere Güterzüge auch auf dem talwärts führenden Streckenabschnitt weiterhin mit Vorspannlok, die die Zuglok dann beim dynaischen Bremsen des Zuges tatkräftig unterstützte.
Einen derartigen Güterzug konnte ich am 13.06.1987 bei der Blockstelle Leidegg fotografieren, bei dem die 1020.009-5 der Zuglok 1010.016-2 des Güterzuges ihre Dienste leistete.
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Auch auf der Brennerbahn, deren Scheitelpunkt im Bahnhof Brenner auf einer Höhe von 1.371m über dem Meer erreicht ist, wurden viele Züge mit Vorspannloks gefahren, da gerade die in Österreich gelegene Brenner-Nordrampe Steigungen von bis zu 25 Promille aufweist.
Da viele Züge von Deutschland kommend, Österreich nur im Transit nach Italien passierten und die Strecke in Österreich vergleisweise kurz war, liefen viele aus Deutschland kommende Züge mit deutschen Loks durch Österreich hindurch bis hinauf zum Bahnhof Brenner, wo aufgrund des vom deutschen und österreichischen Stromsystem abweichenden 3kV Gleichstrom Stromsystems der Italienischen Staatsbahn FS ohnehin ein Umspannen der Zuglok der durchlaufenden Züge notwendig war. Einen derartigen internationalen Reisezug, den D 1217, der von Utrecht in Holland kommend, über Deutschland und Österreich bis nach Meran in Italien (oder besser gesagt in Südtirol) fuhr, und der mit der 1044.024-6 bespannt war, der wiederum die 111 220-0 vorgespannt war und der aus Reisezugwagen der FS gebildet war, konnte ich am 13.06.1987 mit bei Stafflach auf dem Weg zum Brenner fotografieren.
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Wenn viele Züge mit Vorspannloks den Berg hinauf gefahren werden müssen und wie im Fall des Brenners aufgrund des besonderen Stromsystems der Italienischen Staatsbahn mit 3kv Gleichstrom hinter der Paßhöhe nicht weiterfahren können, müssen sie irgendwie wieder den Berg hinuntergefahren werden, um für die nächste Zugleistung eingesetzt werden zu können.
Einen solchen Leerlokzug konnte ich 13.06.1987 bei Stafflach auf der Talfahrt vom Brenner nach Innsbruck fotografieren. Er wurde angeführt von einer unbekannt gebliebenen 1044 der ÖBB, gefolgt von einer ebenfalls unbekannten 151 der DB sowie einer weiteren, unbekannten 1044 der 1110.023-7 und der 1020.008-7 als Schlußlok.
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Die erste Lieferserie der elektrischen Triebzüge der Reihe 4030, deren Steuerwagen der Reihe 6030 zugehörten, wurden bereits Ende der 1950er Jahre für den Regionalzugverkehr der ÖBB beschafft.
Einen derartigen Regionalzug, den R 5219, sehen wir auf diesem Bild am 14.06.1987 beim Verlassen des Haltepunktes Unterberg-Stefansbrücke. Der Zug wird geführt durch den Steuerwagen 6030.311-2 und er befährt das linke Streckengleis, das damals noch das Gleis der Regelrichtung auf der Brennerbahn war, obwohl die ÖBB damals mit der Umstellung ihres Streckennetzes von Links- auf Rechtsverkehr schon recht weit vorangekommen war.
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Durch den Verlust von Südtirol, den Österreich bereits nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg verschmerzen mußte, gehörte auch die einzige kurze Verbindungsstrecke zwischen Innsbruck und Lienz in Osttirol nicht mehr zum Eisenbahnnetz österreichs.
Um diese Verbindung dennoch insbesondere für den Reisezugverkehr weiterhin nutzen zu können, wurde ein Korridorverkehr eingerichtet, dessen Züge zweimal am Tag zwischen Innsbruck und Lienz verkehrten und zwischen dem Bahnhof Brennero/Brenner und San Candido/Innichen auf italienischem Staatsgebiet durchfuhren. Da die Korridorzüge jedoch nicht in Italien halten sollten und der Streckenabschnitt der Korridorstrecke zwischen Fortezza/Franzensfeste und San Candido/Innichen jedoch mit 3kV Gleichspannung elektrifiziert war, und somit durch österreichische Elektroloks nicht befahren werden konnte, wurden die Korridorzüge mit Dieselloks der ÖBB bespannt.
Eine solchen Korridorzug, den R 4609, auf der Fahrt von Innsbruck nach Lienz, der aus drei Schlierenwagen gebildet und mit der Diesellok 2043.043-5 bespannt ist, zeigt das Bild vom 14.06.1987 bei der Ortschaft Mühlbachl, nächst Matrei am Brenner, als der Zug soeben den Sonnenburgertunnel verlassen hat.
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Auch im leichten Regionalzugdienst waren die schweren Loks der Reihe 1020 in den 1980er Jahren bei der ÖBB durchaus noch anzutreffen. So war es am 14.06.1987 die Aufgabe der 1020.008-7, ihren Regionalzug R 5224 vom Brenner nach Innsbruck zu befördern. Wir sehen auf diesem Bild, wie der Zug gerade den Friedhof an der Kirche von Mühlbachl passiert. An eine ungestörte Totenruhe ist hier, so nah an einer stark befahrenen Eisenbahnstrecke, wohl eher nicht zu denken!
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Auch in Innsbruck standen die mit Stangenantrieb versehenen, elektrischen Verschubloks der Reihe 1161 noch im regen Einsatz.
Wir sehen hier die Lok 1161.004-5 am 15.06.1987 im Einsatz beim Bahnhofsverschub in Innsbruck Gbf.